Montag, aber kein Schontag

Heute war ein etwas turbulenter Tag.

Am Tage habe ich meine Frau nach Frankfurt-Hahn gebracht, da sie den Flieger nach Oslo kriegen mußte. Damit fiel meine Mittagsmahlzeit genau in den Zeitraum, in dem ich unterwegs war. Aber etwas Gurke, Kohlrabi und Fleisch von gestern als Wegzehrung, und es ging. Ich mußte mir nur noch einen Kaffee besorgen und dem Essen am, dann auch im Auto während der Fahrt stand nichts im Wege.

Zum Abendbrot erstmals Mangold probiert, dazu weiße Bohnen als Hülsenfrüchte.

Gewicht am Morgen: 102,5 kg

Frühstück: 229 g Joghurt, 1 Scheibe Roggenvollkornbrot, 45 g Trockenpflaumen

Mittag: 85 g Rinderbraten (150 g Rohgewicht), 150 g Kohlrabei und Gurke, 1 Apfel, dazu 1 Scheibe Roggenvollkornbrot

Abendbrot: 105 g Weiße Bohnen (Rohgewicht, nach dem Kochen sind die mehr als doppelt so viel), 160 g Mangold (auch hier Rohgewicht), 2 Scheiben Roggenvollkornbrot

 

 

 

Tag 4 – ein Sonntag

Heute ist Sonntag, da nutzte ich die Freiheiten des Plans mal voll aus und nehme mittags Roastbeef, abends Hühnchenbrustfilet.

Zum Frühstück habe ich heute die Körnervariante gewählt, Kürbis- und Sonnenblumenkerne eingeweicht, zerhackt und den Brei dann gegessen. Mühsam, diese Kauerei.

Mittags war Fleisch drann, und ich hatte ja beim türkischen Lebensmittelhändler (der sich im Übrigen auch als günstigste Quelle für Ziegenfrischkäse und Büffelkäse herausstellte) 1 kg Roastbeef günstig erworben.

Weil ich ja kein Fett zur Zubereitung nutzen darf, und meine Pfannen das nicht so gerne sehen, habe ich mich eines Römertopfes erinnert.Mit einer früheren Freundin und deren Eltern haben wir des öfteren mal Römertopfgerichte gemacht, also wollte ich das auch machen, denn das geht ja ohne Fett und zusätzliches Wasser. Nur, wo steckt mein Römertopf? Ich hatte einen, dessen war ich mir sicher.

Nach Einbeziehung des Kellers in die Suche war diese erfolgreich.

Schrubben, einweichen und füllen. Ich habe ein Gemüsebeet gemacht, das Fleich gewürzt und angebraten- Dann aufs Gemüse und rein in den Ofen, den auf 200°C Umluft und 2 Stunden braten lassen.

Gewicht von Fleisch und Gemüse natürlich wieder notiert, denn ich soll mich ja an die Rohgewichte halten.

2 Stunden war evtl. zu lang, bei weniger wäre das Fleisch wohl auch durch gewesen. Fleisch etwas fest, aber ich kann ja aktuell nicht marinieren. Für Rindfleisch aber ganz ok. Das Gemüse aus Chicoree, Lauchzwiebeln, Paprika war ok.

Heute erstmals mit der verteilung der Wassermenge richtig hingekommen, also ohne Kampftrinken großer Mengen auf einmal.

Startgewicht 103,2 kg

Frühstück: 50 g Kürbiskerne, 30 g Sonnenblumenkerne, 105 g Rohkost (Möhre, Rotkraut), 1 Apfel

Mittag: 150 Roastbeef, 150 g Gemüse, 1 Scheibe Roggenvollkornbrot, 1 Apfel

Abendbrot: 160 Hühnerbrust, 150 g Kohlrabi + Möhre

1. Tag in Phase 2

Heute war der erste Tag der Phase 2, die als strenge Umstellungsphase überschrieben ist. Da die ersten beiden Tage nun schon doch mit messbarem Ergebnis verlaufen sind, freue ich mich darauf, auch wieder etwas Tierisches verspachteln zu können.

Zum Frühstück esse ich ja normalerweise nichts, daher sind 80g Ziegenfrischkäse mit 1 1/2 Scheiben Roggenvollkorn keine Kleinigkeit, es kommt ja noch Gemüse und Obst dazu.

Mittags eine Mango geschlachtet, Seltsamer Kern. Und dann von der ganzen Frucht nur 150 g. Fisch war schon fertig, machte also keine Probleme.

Zum Abend Hühnerbrust gebraten, das erste Mal die Huddelei mit Rohgewicht abmessen, nach dem Braten wiegen und dann berechnen, wieviel man nun abschneiden darf. Man kocht ja auch für den Rest der Familie, da machen sich  verschiedene Pfannen für Gemüse nicht so toll (habe ja auch nur 4 Platten).

Ach ja, mir ist Hähnchenbrust ohne Haut erlaubt. Ich denke aber, es macht nicht, wenn es statt Hähnchen ein Hühnchen war, das unter der Haut steckte.

Gewicht: 103,8 kg

Frühstück: 80 g Ziegenfrischkäse, 1,5 Scheiben Roggenvollkornbrot, 105 g Karotten, 45 g Trockenpflaumen

Mittag: 150 g Räuchermakrele, 1/2 Scheibe Roggenvollkornbrot, 150 g Salat, 150 g Mango

Abend: 160 g Hühnerbrust (Rohgewicht), 40 g Rotkraut (roh), 120 g Zucchini (Rohgewicht), 1/2 Scheibe Roggenvollkornbrot

Zweiter Umstellungstag

Heute der zweite Umstellungstag. neben dem Verfahren, wie ich es gestern durchzog, gäbe es ja auch die Möglichkeit, einen Kartoffel-, Reis-, Gemsüse- oder Obsttag zu machen. Aber weil ja noch Suppe da ist, ist die dran.

Also zum Frühstück etwas mehr als gestern, aber immer noch FDH, mittags und abends kommt der Rest Suppe zur Anwendung.

Bis aufs ewige Wassertrinken habe ich keine Probleme, auch nicht mit Hunger und so.

Gewicht: 105 kg

Frühstück: 1 Scheibe Rggenvollkornbrot mit Tilsiter
Mittag: Gemüsesuppe 700 g(Einwaage etwa 450 g Gemüse)
Abend: Gemüsesuppe 600 g (Einwage etwa noch 350 g)

 

Erster Umstellungstag

Heute gestartet. Nach Programm ist das ein Umstellungstag.

Hierbei wird empfohlen, zum Frühstück FDH, zum Mittag eine Gemüsesuppe mit 500 g Gemüseeinlage und einen Apfel, zum Abend auch wieder 450 g Grünzeug, egal ob Salat oder Gemüse.

Ich habe schon ab heute angefangen, mich zum Wassertrinken zu zwingen. Das wird wohl das härteste, ich trinke normalerweise außer Kaffee alle 1-2 Stunden tagsüber sehr wenig. Bei zuviel Flüssigkeit meldet sich auch die Blase sehr schnell, ohne HomeOffice ein schwer zu händelndes Handicap denke ich.

Als Suppe haben wir einfach Rotkohl, Rosenkohl, Möhren zusammengeworfen, gewürzt und gekocht. Schmeckt leckerer als man denkt. Und 500 g Einlage sind auch noch 2 Teller. Und jede Menge Flüssigkeit. Zum Abendbrot dann einfach Möhren, Rotkraut, Lauchzwiebeln als undressierten Salat verputzt.

Was mit jetzt schon auffällt ist, wie oft ich normalerweise mal schnell zu einemBissen greife, sei es ein Obst, Möhren, Kohlrabi, aber auch Lebkuchen oder Schokolade. Jetzt, wo ich mich bewußt auf die Mahlzeiten beschränke, merke ich, wie zu bestimmten Zeiten der Griff zum Knabberzeug einfach in den Fingern juckt. Diese Kaumuskellangeweile ist bis jetzt das störendeste,neben dem Wassertrinken. Um das zu schaffen, trinke ich jeweils halbe Liter am Stück, aber da schmerzt der Magen dann schon etwas. Echtes Hungergefühl hatte ich nur am Vormittag mal.

Startgewicht: 106,3 (Gewicht immer morgens vor Frühstück und Wasser)

Frühstück: 1 Apfel
Mittag: Suppe (etwa 700 g, Einwaage etwa 450 g Gemüse), 1 Apfel
Abend: 450 g Salat

 

Ich habe einen Plan

wie Egon Olsen sagen würde. (wer jetzt nicht weiss, worum es geht, Bildungslücken schließen!)

Heute morgen habe ich den aus meiner Blutanalyse resultuerenden Ernährungsplan erhalten.

Was erwartet mich also:

  • Natürlich reduzierte Essenmengen gegenüber meinem bisherigen Leben
  • 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten
  • Eine Liste der mir erlaubten nahrungsmittel, aufgeteilt in Einweiß und Kohlenhydrate, und dort dann in verschiedene Unterkategorieren wie Fleisch und Gemüse, Salat, Hüslenfrüchte etc
  • 3,75 Liter Wasser pro Tag.

Die Wissenschaftlichkeit der Methode wird angezweifelt, dessen bin ich mir bewußt. Auch weil die Grundlage ja nicht offengelegt wurde. Solche Sätze wie Körper entgiften (Übergewicht an sich ist ja kein Ausdruck von gesammelten Körpergiften), individueller Plan etc sind mir auch eher suspekt. In den empfohlenen Narhungsmittel ist eine solche Brandbeite an Ähnlichkeiten, daß man auch leicht einen veränderten, individueller aussehenden Plan erstellen kann, so ist bei sowohl Brunnnen-, Garten- als auch Kresse an sich drin. D.h. hier werden fleißig Gattung, Familien, Arten gewürfelt.

Warum glaube ich trotzdem daran, daß es gehen wird?

  • Die angebotenen Fleischsorten sind alle eher hochwertig und fettarm, hier scheint die Lieferliste von Käfer Feinkost im Rechner zu sein. Hirsch, Rind, Kalb, Strauß. Es wird also hauptsächlich auf Schweinefleisch verzichtet.
  • Die Menge Wasser, die man trinken muß, hält einerseits den Magen voll, anderseits spült es vieles wohl auch durch, bevor es in die Blutbahn geht.
  • Die 5 Stunden-Regel verhindert das Zwischendurchknabbern. Ob die Theorie mit dem Insulinspiegel etc stimmt, oder nicht, es diszipliniert (neben dem Preis).

Es gibt ein paar Kuriositäten, so ist Strauß anscheinend kein Geflügel. Also morgen geht es los, erstmal mit der Vorbereitungsphase, die 2 Tage umfasst.

 

Metabolic Balance Projekt

So, nach langen Zureden meiner Frau (Danke nochmal!) habe ich mich nun zu einem persönlichen Abnahmeprojekt entschlossen.

Eine Freundin von uns hat es mit Metabolic Balance probiert, und es hat funktioniert.

Nun bin ich ja nicht leicht zu überzeugen, also schlau gemacht. Im Internet viele gute Erfahrungsberichte, die überzeugen. Aber auch kritische Artikel, die die wissenschaftliche Grundlage bezweifeln. Aber was solls, einfach mal loslegen.

Ich habe mir also einen Ansprechpartner in meiner Gegend gesucht, und nichts wie hin.

Vermessen, Blutabnehmen (und das ist etwas, wo ich wirklich leide)  und ab ins Labor. Bevor ich meinen persönlichen Plan erhalte, kommt auch schon die Rechnung. 380 € sind kein Pappenstiel (Anfang des Jahrhunderts waren es wohl nur 100 €), aber der Erfinder will ja auch (immer besser) leben. Er empfiehlt wohl 360 € mindestens.

Nun gut, nichts für Hartz IV-Empfänger, aber das was mir als Essensempfehlungen bislang zu Ohren gekommen war, würde dann auch nicht zu stemmen sein.